The Terminator lässt grüßen: BMWs Helm mit Head-Up-Display

„Hasta la vista Baby!“, mit diesem Satz wurde Arnold Schwarzenegger 1984 als Terminator über Nacht zum Weltstar. Über dreißig Jahre und fünf Terminator-Filme später, besteht der Mythos nach wie vor. Auch Du willst Dich fühlen wie der unzerstörbare Android? Dann ist der neue BMW-Motorradhelm mit integrierten Head-Up Display genau Dein Ding!

 

 

Der Terminator ist kein normaler Mensch. Er ist ein wandelnder Computer und seinen Kontrahenten dank leuchtend rotem elektromechanischem Auge immer einen Schritt voraus. Immer und überall jeden durchschauen, dank computergesteuerter Sicht alle verfügbaren Informationen zu jeder Situation erhalten – wie cool ist das denn bitte?! Du willst das auch? Dann ist BMW die richtige Adresse für Dich!

The Terminator
Aufgrund deiner Pupillenmotorik und deiner Pulsfrequenz errechne ich eine 83-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass du den Abzug nicht betätigen wirst!

Der bayrische Automobil- und Motorradhersteller hat nun einen Helm entwickelt, der den Fähigkeiten des Terminators gewaltig Konkurrenz macht! Der Sturzhelm ist sogleich mobiler Computer und verfügt neben Lautsprechern und Actionkamera für Fahrtvideos und Rücksicht direkt aus dem Helm auch über ein vors Auge klappbares Display. Dieses Head-Up Display projiziert wichtige Fahrinformationen als farbiges Bild auf die Frontscheibe und ist aus dem automobilen Bereich von BMW bereits seit 2003 als Sonderausstattung bekannt.  Durch dieses Head-Up Display, welches zukünftig auch in bestehende Helme integriert werden soll, musst Du den Blick während der Fahrt nicht mehr von der Straße nehmen.  Zahlreiche Cockpit-Anzeigen, so zum Beispiel Informationen zu Geschwindigkeit, Temperatur, Öl- und Luftdruck, eingelegtem Gang, sowie Speedlimit- und Schildererkennung werden dann in Deinem direkten Sichtfeld anzeigt. Alle Autofahrer werden wissen, dass oft schon eine kurze Ablenkung reicht, um sich in gefährliche Gefahrensituationen zu bringen. Den Blick kurzzeitig von der Straße abzuwenden, um die Anzeigen auf den Rundinstrumenten zu checken oder um das Infotainment-System zu bedienen, kann oft genügen. Nach Angaben von BMW nimmst Du die Informationen mit einem Head-Up Display hingegen bis zu 50 Prozent schneller auf.

Übertragen werden alle Daten via Bluetooth, und wenn die V2V-Kommunikation erst einmal weit genug entwickelt ist, können auch diese Informationen in Echtzeit direkt in Deinem Sichtfeld angezeigt werden. Unter dem Begriff V2V (Vehicle-to-Vehicle) versteht man eine Technologie, die es ermöglicht, dass Fahrzeuge untereinander kommunizieren. Es existieren viele Begriffe, die das gleiche oder ähnliche wie V2V bedeuten: C2C, V2I, IVC, VANET.  V2V ist eine Ad-hoc-Kommunikation, bei welcher verschiedene Informationen erzeugt und gesammelt werden, um diese dann über Signale und Protokolle unter mehreren Fahrzeugen untereinander auszutauschen. Der Grundgedanke dabei ist, das Informationsspektrum, welches Dir als Fahrer zur Verfügung steht, zu erweitern und das Fahren so sicherer zu gestalten. So kann beispielsweise die Gefahr bei schwer einsehbaren Passagen gemindert werden, indem Fahrzeuge am Stauende sich nähernde Fahrer waren oder aber andere Fahrer einer Motorradgruppe sichtbar gemacht werden.
 


 

Die Steuerung des Displays soll über den „BMW Motorrad Multicontroller“ gesteuert werden. Dieser ist bereits heute an der linken Lenkamatur installiert und regelt bisher nur das Navigationssystem. Sämtliche Anzeigen sind laut BMW frei programmierbar und mit zwei Akkus und fünf Stunden Laufzeit sollte der BMW-Helm auch für längere Fahrten geeignet sein. Vorgestellt wurde der BMW-Helm erstmals am 6. Januar auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas. Wann der Sturzhelm in Serie geht, ist bisher leider nicht bekannt.

 

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