JimDrive Abenteuer Roadtrip Teil 5

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Bereits 14 Tage sind Paul, Ara und ich nun unterwegs. Zwei spannende Wochen und 3700 Kilometer liegen hinter uns und nur noch fünf Tage und ungefähr 1700 km vor uns.
 

Nachdem wir pünktlich unsere Fähre erreichten, hieß es Abschied nehmen von Mallorca, was uns nicht besonders leicht fiel. Ja doch, man kann sagen, wir sind ein wenig verliebt in die charmante Baleareninsel und trennen uns nur ungern. Unsere Reise sollte zum Glück aber noch nicht zu Ende sein. In Barcelona angekommen, bewahrheitet sich, was unsere Freundin Martina prophezeite. Die Rambla, Barcelonas Promenade, die die Plaça de Catalunya mit dem Hafen verbindet, war übervoll. Ebenso die dazugehörige Straße, die uns vom Fährhafen aus der Stadt herausbringen sollte. Polizei hier und Polizei da. Und trotzdem, die Stadt war die Ruhe selbst. Im sechsspurigen Kreisverkehr stand einfach alles. Jedoch ohne Drängeln und ohne großartige Huperei. Ich war beeindruckt welche Geduld Los Barceloneses, wie man Barcelonas Einwohner bezeichnet, aufbringen. Auch wir übten uns in Geduld und nach einer knappen Stunde konnten wir die Stadt endlich in Richtung Olot verlassen.
 

Die Weiterfahrt war dann entspannt. In Richtung Pyrenäen waren die Straßen zwar gelegentlich schlecht ausgeleuchtet, sodass der eine oder andere Kreisverkehr wirklich sehr überraschend auftauchte, aber wir kamen trotzdem zügig voran. Mit Anbruch der Dunkelheit erreichten wir den Zeltplatz „Camping Restaurant – Les Tries“. Schnell das Nötigste ausgepackt und das Zelt aufgestellt. Am nächsten Morgen suchten wir einen der zehn Vulkane im insgesamt 120 Quadratkilometer umfassenden Naturschutzpark auf. Auf neun Gemeinden verteilt, findet man hier 40 inaktive Vulkane. Vom Zeltplatz aus waren bereis drei davon zu sehen, doch oben angekommen, machte uns der recht zugewachsene Krater nicht so richtig glücklich. Ein Stückchen erloschene Lava entschädigte zum Glück.

 

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Am gleichen Abend entschieden wir uns zu einer erneuten Änderung unserer Route: keine großen Zwischenstopps mehr! Nizza und die Ligurische Küste waren ersatzlos gestrichen, unser „Kofferraumtetris“ wurde langsam aber sicher doch etwas nervig. Letztlich war es eine weise Entscheidung, die Küste früher als geplant zu verlassen. Nun sollte es über den Grenzort Perpignan zu Frankreichs Mittelmeerküste gehen. Vorbei an Narbonne bis hin nach Montpellier direkt in Richtung Jura Gebirge, Basel und zurück nach Deutschland. Am Vorabend der Abreise machten wir alles fertig, um dann um vier Uhr in Richtung französische Grenze aufzubrechen. Kurzer Check, ob das Auto anspringt, da wir ab und an unsere Mobiltelefone im Auto geladen und auch die Kühlbox angesteckt hatten. Alles perfekt, nichts schien schief zu gehen. Hervorragend, ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!
 

Yvonne
Fertig gepackt, angeschnallt, Motor gestartet und es passierte – Nichts!

 

Auch der letzte Morgen am Zeltplatz verlief reibungslos. Fertig gepackt, angeschnallt, Motor gestartet und es passierte – Nichts! Nun sprang das Auto doch tatsächlich nicht mehr an! Morgens um vier Uhr, irgendwo in den Pyrenäen auf dem Zeltplatz – na super! Im Zelt hätten wir weiter schlafen können, anstatt hier im unbequemen Auto auszuharren, bis sich Hilfe anbahnte. Wir nahmen es mit Humor, obwohl es sicher ein wenig eigenartig aussah, ein schlafendes Kind in Kindersitz und zwei Leute im Auto, fix und fertig und nichts rührte sich. Zum Glück hatte ich, wie in meinem ersten Bericht erwähnt, für diese Reise die Mitgliedschaft bei JimDrive abgeschlossen. Wie froh ich in diesem Moment darüber war, könnt Ihr Euch sicher vorstellen. Zu dieser unchristlichen Zeit rief ich also in Deutschland an. Ein netter Mann nahm ab und ich klagte ihm mein Leid. Alle Daten wurden zügig aufgenommen und er wagte sich an eine erste Diagnose: „Es könnte etwas Größeres sein!“ Da ich ein durchweg optimistischer Mensch bin, meinte ich, es reiche, wenn er mir jemanden zur Starthilfe schicken würde. Denn meine Vermutung war die vor Kurzem noch getestete Batterie. Also warteten wir geduldig und versuchten, im Auto sitzend, eine Mütze Schlaf zu bekommen. Zu meiner Überraschung meldete sich bereits gegen 7 Uhr eine nette Mitarbeiterin, sie würde nun Hilfe schicken. Keine 10 Minuten später kam der Anruf der Werkstatt und um 7.30 Uhr stand der Pannenhelfer mit seinem Starterkabel auf dem Zeltplatz. Ab dann war es eine Sache von Minuten, bis mein Auto wieder fit war. Auch die übliche Zettelwirtschaft hielt sich in Grenzen. Innerhalb von 5 Minuten war alles vergessen.

 

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Super! Endlich konnten wir aufbrechen. Frühstück am Meer war nun doch recht utopisch, aber zum Mittagessen sollten wir es schaffen. Die Fahrt ging nun wie geplant über Figueres nach Perpignan. Unsere Verzögerung brachte uns an Frankreichs Mittelmeerküste leider die Rush Hour ein. Nun hieß es, wie so oft – Geduld. Es ging zwar langsam, jedoch stetig, vorwärts. Dieser zähflüssige Verkehr zog sich hin bis zu dem schönen Städtchen Narbonne. Mit der weithin sichtbaren Kathedrale Saint Just und der Via Domitia, die älteste Römerstraße, die in Gallien gebaut wurde, ist die Stadt eine echte Augenweide. Unseren Stopp am Meer legten wir in Agde ein, einer hübschen Kleinstadt, die bereits 550 v. Chr. gegründet wurde. Mit kleinem Jachthafen und einen schönen breiten Sandstrand erwartete uns das Le Cap d’Agde, das ein wenig aus der eigentlichen Stadt ausgelagerte Tourismuszentrum des Ortes. Der perfekte Ort, um sich nach bereits fünf Stunden Autofahrt den Wind um die Nase wehen zu lassen und zum letzten Mal auf dieser Reise im Mittelmeer zu baden.

 

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Nach drei Stunden Pause ging weg vom Mittelmeer weiter in Richtung Nimes und Juragebirge. Recht weit sollten wir an diesem Tag nicht mehr kommen. Wir durchquerten die wundervolle Gegend von Montpellier, Nimes, Orange bis hin nach Valence, wo wir an einem Plätzchen vorbei kamen, welches nur so zum Übernachten einlud. Gesagt – getan, das Auto zum Übernachten umgebaut und schnell geschlafen, denn gegen fünf Uhr sollte die Reise in Richtung Heimat weitergehen…
 

Bis dahin …Eure Yvonne
 

Mutig oder durchgeknallt? Auf Ural-Gespannen nach New York!

Nennt es mutig oder durchgeknallt, eines steht fest: Die Gruppe deutscher Künstler ist abenteuerlustig! Seit 2014 ist das Kollektiv, genannt Leavinghomefunktion, auf Ural-Gespannen unterwegs nach New York – auf dem Landweg!
 

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Die fünf Reiselustigen entschieden sich dabei für den längstmöglichen Weg gen Westen, nämlich den, der den gesamten Osten durchquert, durch die Weiten Russlands, über die Beringstraße nach Kanada, und von dort aus durch die USA. Rund 25.000 Kilometer bis nach Magadan in Fernostasien haben sie bereits geschafft.
Im Winterquartier in Vancouver, Kanada, haben sie nun ihre Gespanne schwimmfähig gemacht. Die größte Herausforderung auf der dritten Etappe ist der Kolyma Fluss, welcher 1600 Kilometer flussabwärts auf den schwimmenden Urals befahren werden soll. Unmöglich? Nicht für diese unerschrockenen Traveller! Du bist fasziniert? Dann unterstütze das Projekt finanziell via Crowdfunding!

 

Internationale Vernetzung und kultureller Austausch bilden die Grundgedanken unseres Vorhabens. In dem von uns gewähltem Zeitraum von 2 Jahren möchten wir uns mit verschiedenen Gegenden auf unserer Route und uns mit dem kulturell Unbekannten vertraut machen. So ist unser langsames Vorankommen ein wichtiger und gewollter Faktor zur intensiven Auseinandersetzung mit Land und Leuten. Durch unseren freien und experimentellen Umgang mit dem erarbeiteten Dokumentationsmaterial versuchen wir einen eigenen Weg zu finden, Informationen an dritte weiter zu geben. Es ist uns ein Anliegen, Menschen zu begeistern und ermutigen, sich selbst auf den Weg zu machen und Informationen aus erster Hand zu sammeln. Denn in unseren Augen kann nur ein breites Verständnis der Grundstein für Toleranz und Courage sein.

 


 

5 Reiseziele für echte Männer – JimDrive

Männerurlaub? Mallorca oder Thailand? Weit gefehlt! Wenn Männer Urlaub machen, wollen Sie Action! Du fühlst Dich angesprochen? Dann lass dich inspirieren!

 
 

Wildschweinjagd in Lettland

Was macht ein echter Mann? Richtig, er jagt! In Lettland geht das dank mildem Klima so gut wie das ganze Jahr ganz wunderbar. Aber denk‘ jetzt nicht, Du wirst wild rumballern. Du darfst nur die Tiere jagen, deren Bestand zu groß ist. Also Jagen im Sinne der Natur. In Lettland sind das Wildschweine.
 


 

Bärensafari in den USA

Einem Bären, diesem majestätischen Geschöpf, das dich mit einem Prankenhieb töten kann, einmal gegenüberstehen. Solch durchgedrehte Träume hast Du? Dann auf in den Rocky Mountain National Park in Colorado! Die Chancen, einem Exemplar gegenüber zu treten, sind hier besonders hoch: Die Bären sind an Menschen gewöhnt und suchen nicht gleich das Weite, sobald sie Dich wittern.
 


 

Off-Road-Reisen in Namibia

Straße kann jeder. Wenn Du den richtigen Kick suchst, dann mach Dich auf in die Wüste von Namibia! Hier erwartet Dich nicht nur eine atemberaubende Natur, auch dein Fahrkönnen wird auf den Prüfstand gestellt und mit etwas Glück helfen Dir die Einwohner des Landes wenn Du Dich verfahren hast. Also falls Du welche triffst.
 


 

Marathonreisen in Frankreich

Na Du Sportskanone, Bock Dich zu beweisen? Dann solltest Du Dich im September nach Frankreich aufmachen. Hier wird im Weinanbaugebiet Médoc ein kunterbunter Marathon veranstaltet. Das Spektakel ist gleichzeitig ein Kostümfestival und für Viele auch die „längste Weinprobe der Welt“: Die Verpflegungsstationen, servieren neben Wasser und ISO-Getränken auch feinsten französischen Wein. Santé!
 


 

Whiskytrail in Schottland

Du hast noch nicht genug? Dann ab nach Schottland, hier kannst du den Speyside Whisky Trail erwandern: Auf einer Strecke von rund 135 Kilometern liegen etliche Destillerien, in denen man das köstliche Nass kosten kann. Je nachdem wie viel Durst Du mitbringst, brauchst Du für die Reise 5-6, oder eben mehr, Tage.
 


 

11 Apps, die dich zum Profi-Roadtripper machen

Du machst Dich mit Deiner Karre auf, um die Welt zu erkunden, doch im Gegensatz zu Columbus und Co. kannst Du Dir in vielen Lebenssituationen dank Internet und Handy helfen lassen – your smartphone is your life vest – sozusagen. Wir haben die besten Reise- und vor allem Raodtrip-Apps für Dich zusammengesucht.

 

1. Road Trip • l/100 km, Kraftstoffverbrauch (iOS)

Dies ist eine App, die Dir dabei hilft, die Kraftstoff- und Wartungskosten Deiner Fahrzeuge zu erfassen und auszuwerten. So behälst du immer den Überblick über laufende Kosten.

2. iOverlander (iOS)

iOverlander ist bei der Camp-Suche unersetzlich. Community basiert kommen hier täglich neue Camp-Standorte dazu und es werden wertvolle Zusatzinformationen geboten. Die App bietet Informationen, die Du ansonsten auf vielen unterschiedlichen Reiseblogs zusammensuchen müsstest.

3. Hotel Tonight (iOS / Android)

Du bist kurz entschlossen? Dann ist diese App genau das Richtige für Dich! Via Smartphone kannst Du mit Hotel Tonight Hotelzimmer am Zielort buchen. Da viele Hotels ihre Restkontingente über die App anbieten, bietet Hotel Tonight recht günstige Zimmer.

4. Hostelworld (iOS / Android)

Hostelworld bietet mit 30.000 Unterkünfte an 6.000 Reisezielen ein breites Angebot an günstigen Unterkünften. Hinterlegst Du in der App Deine Kreditkartendaten, kannst Du bequem via Hostelworld buchen. Die perfekte App für Roadtripper und Backpacker!

5. PackPoint – Packlisten (iOS / Android)

Auf Reisen nie wieder etwas vergessen! PackPoints macht’s möglich, indem die App, nachdem Du eingeben hast, um welche Art von Reise es sich handelt (Geschäftsreise oder Urlaub, Aufenthaltsdauer, geplante Aktivitäten, Wetter am Zielort) für Dich eine Packliste zusammenstellt. Ein Wischer nach links entfernt ein Element aus der Liste. Ein Fingertipp auf das +-Zeichen und Du fügst ein Element hinzu.

6. Fit for Travel (iOS / Android)

Bei der Reise bzw. einem Roadtrip in manche Länder musst Du Dich im Voraus darüber schlaumachen, welche Impfungen empfohlen werden. Mit Fit for Travel kannst Du Dir eine praktische Checkliste inklusive Erinnerungen anlegen, die Dir sagt, wann welche Impfung fällig ist. Außerdem gibt sie hilfreiche Gesundheitstipps für die verschiedensten Länder und zeigt Dir Ärzte, Impfstätten und Tropeninstitute in der Nähe an.

7. Sicher Reisen (iOS / Android)

Die App des Auswärtigen Amts gibt Dir wertvolle Informationen für eine reibungslose Reise ins Ausland: Notfalltipps, Adressen der deutschen Vertretungen im Ausland, Vertretungen Deines Reiseziels in Deutschland und ständig aktualisierte Reise- und Sicherheitshinweise zu jedem Land.

8. Zoll und Reise (iOS / Android)

Die App des Bundesfinanzministeriums gibt Auskunft darüber, was Du in welchen Mengen nach Deutschland einführen darfst.

9. Outdoor Survival Guide Pro (iOS / Android)

Die App des Survivalprofis Lars Konarek gibt Anleitungen zum behelfsmä­ßigen Werkzeugbau, Regeln zum richtigen Gebrauch eines Messers, Ernährungstipps zum Thema „Tierische Notnahrung“, Tipps zur Ersten Hilfe und vieles mehr.

10. PeakFinder Earth (iOS / Android)

Gipfelstürmer aufgepasst! Die Augmented-Reality-App kennt 250.000 Gipfelnamen in den Gebirgen aller Kontinente. Die Anwendung funktioniert offline und somit weltweit. Von jedem beliebigen Ort aus zeigt Dir der PeakFinder ein 360-Grad-Panorama mit den Namen der sichtbaren Berggipfel.

11. Wi-Fi Finder (Android)

Auch im Ausland möchtest Du nicht auf Internet verzichten? Um teure Roaming-Gebühren zu vermeiden, kannst Du den kostenlosen Wi-Fi Finder nutzen. Dieser zeigt Dir WLAN-Hotspots in Deiner Umgebung an, mit welchen Du meist gratis im Internet surfen kannst.

6 Brücken, die Deine Knie zittern lassen

Furchterregend, primitiv und wackelig! Wir präsentieren: Sechs Brücken, die Dir all Deinen Mut abverlangen. Na, schon weiche Knie?

 

1. Hussaini-Brücke in Pakistan

 

2. Hängebrücke über dem Baliem-Fluss in Indonesien

 

3. Trekking am Mount Everest im Nepal

 

4. Skybridge in Russland

 

5. Triftbrücke in der Schweiz

 

6. Hängebrücke von Q’eswachaka in Peru

Ein von Luis Diaz (@luisdv) gepostetes Foto am

 

JimDrive Abenteuer Roadtrip Teil 4

Die wundervolle Insel Mallorca mit ihren naturbelassenen Kiesstränden, dem türkisfarbenen Wasser, den weiten Bergen und den herzlichen Einwohnern bietet uns ein Stück Heimat in der Ferne.
 

Nachdem wir in 20 Stunden Südspanien durchquerten, konnten wir uns auf der Fähre von Valencia nach Mallorca endlich etwas ausruhen. Die Nacht verbrachten wir auf hoher See und liefen pünktlich um 6.30 Uhr am Morgen in Palma ein. Was für ein Glück! Wir haben uns schnell zurechtgefunden, was nicht annähernd so schwierig war wie in Valencias Großstadttrubel. Das liegt aber wohl auch daran, dass wir diese tolle Insel schon zum wiederholten Male besuchen. Quasi eine Stippvisite. Wir haben den Strand in Can Picafort zu unserem Lieblings-Badestrand auserkoren und wussten als erfahrene Mallorca-Urlauber, dass man diesen nur früh morgens oder abends besuchen sollte. Dann, wenn sich die Pauschaltouristen ihr Essen im Hotel schmecken lassen und man sich an Strand so richtig breitmachen kann. Also verließen wir zügig den Hafen, um noch ein paar Stunden am Wasser genießen zu können. Die Ruhe dort – einfach herrlich!
Damit war es jedoch schnell vorbei, als die Hotelgäste wie Ameisen in Schaaren aus den Anlagen gelaufen kamen. Es war Zeit für uns, die Flucht zu ergreifen. Wir mussten uns ein wenig beeilen, um noch das Frühstück in der Unterkunft zu ergattern.

Angekommen in unserem vorübergehenden Zuhause in Campanet, wurden wir herzlich von Mario, dem Hausherrn, begrüßt.Nach der letzten erlebnisreichen Woche wollten wir den gefühlten Heimaturlaub nun ganz entspannt verbringen. Die Eindrücke vom letzten Besuch sind zum Glück noch nicht verblasst. So erinner ich mich noch ganz genau an unsere fünfstündige, schwindelerregende Tour auf schmalen und steinigen Wegen zum Kloster auf dem Pugi d’ Alaro. Was war ich froh, dass mir keiner auf dem Weg entgegengefahren ist! So richtig vorstellen kann ich mir es ja nicht, wie zwei Autos hier aneinander vorbeifahren sollen, ohne dass eins in den Abgrund rutscht. Für diesen Wagemut wurden wir, oben angekommen, mit einem faszinierenden Ausblick belohnt! Ebenso imposant war die Aussicht vom Berg der Halbinsel Victoria, den wir in etwa 1 1/2 Stunden bezwungen hatten. Auch hier entschädigte uns der Blick über das weite, türkisfarbene Meer und über die gesamte Insel für alle Qualen der Bergwanderung. Unsere „Geheimtipps“ aus dem letzten Urlaub auf Mallorca: Der Freizeitpark „Katmandu“ und die „Pirates Adventure“ Show in Magalau – die sind zwar nicht ganz günstig, aber auf jeden Fall sehr sehenswert!

Aber genug vom letzten Urlaub. Dieses Jahr ließen wir es ruhig angehen – zumindest am ersten Tag. Bereits am nächsten hielt es uns nicht mehr an einem Ort. Gegen Mittag brachen wir in Richtung Alcudia auf, um die alte römische Siedlung Pollentia zu erkunden. In unserem Übereifer vergaßen wir dabei leider vollkommen die Zeit und standen vor verschlossenen Türen. Sonntags sind hier also ab Mittag alle Schotten dicht. Echte Abenteurer kann dies natürlich nicht abschrecken. Statt uns lange zu ärgern, änderten wir kurzerhand unsere Tagesplanung und besuchten die Altstadt von Alcudia. Ich liebe diese Stadt voller geschichtsträchtiger Häuser und maurischer Elemente, die trotz des boomenden Tourismus ihren Charme behalten hat. Am nächsten Tag starteten wir einen zweiten Versuch und konnten nun die Ausgrabungen der römischen Stadt begutachten. Bei Temperaturen um die 35 Grad Celsius war das eine echte Herausforderung. So viel Sonne sind wir Mitteleuropäer offensichtlich nicht gewohnt.
 

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Die nächsten Tage verliefen wie geplant eher ruhig. Die Suche nach unserer „Robinson-Bucht“, wie wir sie letztes Jahr getauft hatten, mussten wir leider aufgeben. Die ruhige Badebucht mit großen Kiessteinen, fernab vom Tourismustrubel, ist ein wunderschönes Fleckchen Erde zum Träumen und Entspannen. Leider ist diese Bucht so weit weg vom Tourismus, dass ich sie beim besten Willen nicht wiederfinden konnte. Insgesamt war unsere Reise, ohne es geplant zu haben, tatsächlich mehr von Geschichte und Kultur geprägt, als von Mallorcas schönen Stränden.

Am letzten Tag in Mario’s Parador saßen wir in familiärer Atmosphäre bei einem authentisch argentinischen BBQ zusammen. Von argentinischen Würstchen über Spareribs, bis hin zum köstlichsten Rinderfilet – Essen so weit das Auge reicht! Die Argentinier wissen, wie ein Grillabend auszusehen hat! Mit unseren Mitbewohnern der letzten Zeit war es wirklich wie gesucht und gefunden. Wir verstanden uns blendend und verbrachten gemeinsam sehr schöne Tage bei Mario. Zum Abschied ließen wir es uns noch mal richtig gut gehen.

 

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Unser nächstes Ziel war dann Felantrix im Süden der Insel. Meine Freunde, Günter (Gust) und Martina haben sich dort auf einer kleinen Anhöhe mit einem atemberaubenden Blick auf die Cala Murada niedergelassen. Eine traumhafte Aussicht, die einen fast ein bisschen neidisch machen kann. Umso dankbarer sind wir, dass wir ihre Gäste sein durften. Auch wenn meine zwei Wasserratten Ara und Paul schwer aus dem Pool zu bekommen waren, konnte ich sie doch noch für zwei weitere Erkundungstouren begeistern. Für nur sieben Euro machten wir eine der beliebten Touren durch die La Seu, Palmas imposante Kathedrale. Viele Künstler verschiedener Epochen hinterließen hier ihre Spuren: Riesige Facettenfenster, beeindruckende Portale und detailverliebte Altäre zeichnen Palmas Wahrzeichen aus. Durch die 5 Rosetten und 60 Glasfenster der Kathedrale scheint am Morgen die Sonne und taucht den Kircheninnenraum in ein unbeschreibliches Farbenmeer.
 

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Am gleichen Tag stattete ich außerdem meinem lieb gewonnenen Kloster Sant Salvador einen Besuch ab, welches ich bereits im letzten Jahr entdeckte. Nicht nur die Aussicht über die ganze Insel macht den Ort einzigartig. In der kleinen Kapelle finden lediglich etwa 40 Gläubige Platz und die Atmosphäre ist schlichtweg überwältigend. An der Seite des Kirchenschiffes befindet sich ein Kästchen, mit einer Aufschrift und der Bitte um 2 Euro. Doch es handelt sich nicht um eine herkömmliche Kollekte. Nachdem ich das Geld in das Kästchen geschmissen habe, passierte etwas so faszinierendes, dass ich über den gesagten Körper eine Gänsehaut verspürte. Wisst Ihr was: ich möchte Euch diesen beeindruckenden Moment nicht nehmen! Wenn Ihr diesen Ort ein Mal besuchen solltet, dann werft die 2 Euro ins Kästchen und lasst Euch überraschen!

Nach einem letzten Faulenzertag am Pool meiner Freunde, mussten wir auch wieder unsere sieben Sachen packen. Die Fähre wartet nicht, also legten wir pünktlich um 12:30 Uhr in Richtung Barcelona ab. Für uns ist das Erholung auf hoher See. Was uns in Olot, in Spaniens Pyrenäen und auf unserer Heimfahrt noch alles erwartete, erfahrt ihr im nächsten Teil. Soviel sei verraten: Es bleibt spannend!

 

Bis dahin …Eure Yvonne
 

JimDrive Abenteuer Roadtrip Teil 3

Grasbewachsene Klippen und honiggelber Sand, schmale Gässchen und winzige Häuschen, die mit bunten Blumen geschmückt sind, malerische Landschaften, idyllische Kleinstädte und der echte Großstadtdschungel – Unsere Tour durch Zentralspanien mit einem einzigartigen Mix aus Musik, Poesie, Malerei und Architektur.

 

Nach exakt 2010 km Fahrt haben wir es endlich geschafft: Wir sind pünktlich und voller Stolz in Santander angekommen! Unseren Freunde erwarteten uns bereits zum Mittagessen im deutschen Stil mit Bratwürstchen und Pommes. Die perfekte Ausgangslage, um uns für die geplante Entdeckertour zu stärken. Im letzten Teil berichtete ich von unserem ersten ernüchternden Eindruck von Santander, der Hauptstadt der zu Spanien gehörenden Autonomen Gemeinschaft Kantabrien im Norden der iberischen Halbinsel. Doch Kinder, ich kann auch sagen, wir lagen so falsch!

Unser erster Ausflug ging mit dem Auto raus aus der Stadt und ich war sehr froh, diesmal als Beifahrer dabei sein zu können. Nach kaum 5 km kamen wir an die überwältigende Küstenlandschaft der Península de La Magdalena. Grasbewachsene Klippen und honiggelber Sand, soweit das Auge reicht! Geschichtsliebhaber kommen hier sicher auch auf ihre Kosten. Unweit des alten Leuchtturmes befindet sich ein weitläufiges Freiluftmuseum, in dem die Nachbildung von Kolumbus Flotte, unter anderem auch die des Flaggschiffs „Santa Maria“ zu finden ist. In meiner Vorstellung wirkten die Schiffe mächtig und beeindruckend, doch wenn sie so vor mir stehen… Damit haben sie wirklich die Weltmeere erobert?
Auf Schritt und Tritt sieht man hier Zeugnisse der Franco Diktatur. Er wusste sich definitiv in Szene zu setzen! So wanderten wir mit neugierigen Blicken durch die Gegend, und ehe wir uns versahen, ging der erste Tag dem Ende zu.

 

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Am zweiten Tag in Santander führte unser Ausflug zunächst nach Santillana del Mar. Mit der Kapelle, den schmalen Gässchen und winzigen Häuschen, die mit bunten Blumen geschmückt waren, wirkt das Städtchen einfach zauberhaft.
Unweit des Ortskerns finden wir die wohl bekannteste Höhle Spaniens, Altamira. Sogar Hollywood entdeckte diese Höhle für sich und setzte sie in einem Film mit Antonio Banderas in Szene.
Am Nachmittag ging es weiter nach Comillas, wo sich Musik, Poesie, Malerei und Architektur einzigartig vermischen. Hispanische und arabische Einflüsse, die hier an jeder Ecke zu sehen sind, verleihen dem Ort seinen ganz besonderen Charme. Noch ein kurzer Besuch am Strand von Comillas und der Tag war perfekt! Voller wundervoller Eindrücke ging es dann wieder nach Santander.

Der dritte Tag stand ganz unter dem Motto der Erholung. Zeit für ein Zwischenfazit:
Kantabrien ist eine sehr interessante Region, die einen Besuch allemal wert ist!

 

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Nach dem Abendessen und einer kurzen Siesta starteten wir um 23:30 Uhr wieder vollbepackt Richtung Valencia zur Fähre. Unser Weg durch Zentralspanien führte auf unendlich scheinenden, kerzengeraden Landstraßen durch die terrafarbenen, ausgetrockneten Weiten. Eine malerische Gegend, die mich stark an den Grand Canyen erinnert. Mitten in dieser Einöde, in der Nähe von Soria, stießen wir auf eine einsame Burg in Almenar, in die sich wohl schon lange niemand verirrt hat. Und tatsächlich schien in dem gesamten Örtchen die Zeit wie still zu stehen. Das Verlangen nach Koffein trieb uns weiter in den Ortskern und auf der Suche nach einer typisch spanischen Cafebar entdeckten wir ein Hostel. Hier hatte sich nahezu das gesamte Dorf zum Frühstück versammelt. Mit Touristen hat man im Hostel anscheinend nicht gerechnet, denn alle waren verblüfft, als wir, die Extrañeros (Ausländer), uns unter die Einheimischen mischten. Die erste Scheu verschwand, die Menschen tauten auf und wir fühlten uns herzlich willkommen.

Nach der kurzen Pause machten wir uns wieder auf den Weg zur Fähre und mitten in den Großstadtdschungel. Zum Glück lotste mich mein Navi durch das Verkehrschaos und die fünfspurigen Kreisverkehre in Valencia. Wir hatten bis zur Abfahrt der Fähre zwar noch fast vier Stunden Zeit, doch einen kurzen Ausflug in die Stadt wollten wir unter den Umständen dann doch nicht wagen. Am Hafen kann man sich die Zeit auch gut vertreiben!
Pünktlich und ganz ohne Hetzerei gingen wir an Bord und schnellten zu unseren Plätzen. Nach 20 Stunden auf Spaniens Straßen waren wir sehr froh, endlich in die Sessel sinken und die Augen schließen zu können. In einigen Stunden würden wir Mallorca erreichen und unser Abenteuer könnte weitergehen. Dann gibt es wieder Interessantes zu berichten. Seid gespannt!

 

Bis dahin – eine schöne Zeit – Eure Yvonne

 

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JimDrive Abenteuer Roadtrip Teil 2

Ganze 2010 km liegen nach vier Tagen hinter uns. Mein Wunsch, durch Frankreichs „Pampa“ zu fahren, hat das Navi wahrlich erfüllt. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 – 60 km/h kämpften wir uns bis Santander immer weiter Richtung Ziel und jede Minute, jeder Kilometer war es wert!

 

Samstag 12:00 Uhr war es endlich so weit: Bürotür zu und ab nach Hause! Meine Kinder beluden voller Vorfreude unser Auto, und da wir vorher alles in Kisten verstaut hatten, erinnerte das stark an Riesen-Tetris. Die sind wirklich gut darin! Der überraschend eingetretene Sommer durchkreuzte meinen Plan, gegen 14:00 Uhr loszufahren, dann bereits im Vorfeld. Also gingen wir die Sache ganz entspannt an. Um 18:00 Uhr ging es los – „Adios amigos und au revoir!“

Weiter als bis Heidelberg sind wir an diesem Tag nicht mehr gekommen. Die Müdigkeit war stärker und die erste Nacht verbrachten wir im Auto. Nachts um 23 Uhr ein Zelt aufzubauen, darauf hatten wir nun wirklich keine Lust. Gut, das Auto ist nicht sehr komfortabel, aber ein paar Stunden würde es gehen. Es ging auch – bis die Kälte ins Auto gekrochen kam. Um 3:30 Uhr entschied ich mich, mit zwei noch schlafenden Mitreisenden weiterzufahren. Die Fahrt bis Freiburg verlief, wie erwartet, unspektakulär. Gegen Morgen wurde mein Auto durstig. Wie wir später erfahren mussten, zu einer sehr unchristlichen Zeit, am Sonntag um 06:30 Uhr.

Wir beschlossen, die Autobahn zum Tanken zu verlassen. Leider lagen die im Internet angegebenen und die tatsächlichen Öffnungszeiten der nächsten Tankstelle meilenweit voneinander entfernt. Manch einer würde sich ärgern, doch wir, wir haben Urlaub! Knapp 1 1/2 Stunden später, nach dem dritten Anlauf und der ersten Expedition ins Hinterland waren wir endlich erfolgreich. Die Reise konnte weitergehen!

Wie sich später herausstellte, besteht das Problem mit dem Tanken an Sonntagen grenzübergreifend und ich war sehr froh, mit einem vollen Tank nach Frankreich aufgebrochen zu sein. Unser Navigationssystem lotste uns auf eine kaum befahrende und trotzdem mit Blitzern übersäte Landstraße: Mulhouse – Belfort – Besançon – Dole – Chalon sur-Saône – Montceau-les-Mines – Digoin – Vichy. Eines steht fest: Mit Tankstellen ist diese Strecke nicht gesegnet! Zumindest nicht mit solchen, wie wir sie aus Deutschland kennen. Wasser kaufen? Fehlanzeige! Schlappe zwei Stunden waren wir auf der Suche, bis wir in Chalon sur-Saône endlich einen geöffneten Supermarkt fanden. Kaum wieder auf der Straße, gab es – wie sollte es auch anders sein? – Tankstellen und geöffnete Supermärkte an jeder Ecke. Ironie des Schicksals. Um 18:00 Uhr erreichten wir den Zeltplatz in Vichy. Ein sehr schönes und sauberes Fleckchen Erde! Auch die junge Frau an der Rezeption war überaus freundlich. Das „Camping de la Croix St Martin“ erhält von uns die volle Punktzahl.

 

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Da wir uns nach den ersten 1.200 km einen relaxten Vormittag auf dem Zeltplatz gegönnt haben, schafften wir es zeitlich nicht mehr, die Stadt Vichy, mit den Thermalquellen und dem Palais des Congrés, zu besuchen. Gut, zumindest sind wir bei der Weiterreise dran vorbeigefahren und was wäre ein echtes Abenteuer ohne Planänderung?  ;-).

Das Sprichwort „Viele Wege führen nach Rom Santander“ kann ich nur bestätigen: Als ich in meinem Smartphone nach dem Weg nach Santander schaute, wurden uns zehn Routen vorgeschlagen, die erheblich voneinander abwichen. Wir entschieden uns in echter Roadtrip-Manier für „Quer durch“ – bereut haben wir es nicht! Gleich zu Beginn überquerten wir das Zentralmassiv. Unsere Strecke führte direkt vorbei am Volkan Volvic – Ihr wisst schon, der mit dem Wasser aus Vulkangestein. Nach der Überquerung des Passes von über 1.000 m Höhenmetern ging es weiter nach Ussel, Bergerac und Marmande.

 

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Ab dort nahm mich mein Navi wahrhaftig beim Wort und mir wurde schnell bewusst, wieso es für nur 856 km ganze 12 Stunden berechnete. Es ging querfeldein. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei gerade mal 50 km/h und so war genug Zeit, die Umgebung zu genießen: Kleine, verschlafene Örtchen, urige Häuschen und Bewohner, die anscheinend noch nie ein Auto mit ausländischem Kennzeichen gesehen haben. An mancher Stelle schien die Zeit, weitab jeglicher Zivilisation, stehen geblieben zu sein. Auch diese Nacht kampierten wir im mehr oder weniger komfortablen Auto und wie genau wie beim letzten Mal weckten mich ernüchternde elf Grad Außentemperatur.  Mitten in der Nacht um 03:20 Uhr ging es für uns weiter in Richtung Bayonne.

ENDLICH waren wir in Spanien angekommen! Mein Navigationssystem führte uns im Baskenland in Richtung Bilbao, direkt an der Autobahn und am Meer entlang.  Das Wetter meinte es nun wirklich gut mit uns. Strahlend blauer Himmel bei 25° C. Eine Wohltat nach den letzten frostigen Nächten in Auto und Zelt. Die letzten Kilometer waren geprägt von der kurvenreichen Küstenstraße und beeindruckenden Viadukten, die sich in schwindelerregender Höhe durch die Ausläufer der Pyrenäen bis hin ins Kantabrische Gebirge zogen.

 

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Unsere erst Etappe endete genau nach 2010 km in Santander, der etwas gestressten Hauptstadt Kantabriens mit knapp 200.000 Einwohnern. Wovor uns meine dort beheimate Freundin im Voraus warnte, bestätigte sich im ersten Eindruck: Paradies sieht anders aus, alles bisschen nüchtern hier. Erst einmal angekommen, zeigte sich die Region mit ihrer schönen Natur und den vielen archäologischen Fundstellen dann aber doch noch von ihrer besten Seite. Santander – Jederzeit eine Reise wert! Welche Abenteuer wir genau erlebten, davon erfahrt Ihr mehr im nächsten Teil.

Bis dahin – eine schöne Zeit – Eure Yvonne
 

JimDrive Abenteuer Roadtrip Teil 1

Ganze 5500 km, vom Erzgebirge über Frankreich und Italien bis nach Mallorca und wieder zurück. Seit nunmehr drei Monaten steht fest: Diesen Sommer geht’s für mich und meine Familie los in ein geplant ungeplantes Abenteuer auf Europas Straßen!

 
Ach, sind wir so was von aufgeregt – seit Wochen! Wir, das sind meine Tochter Arantxa (16), Schülerin, heilfroh bald Ferien zu haben und im Weiteren kurz Ara genannt, und Paul (6), Schulanfänger 2016. Er genießt seinen letzten Urlaub, bevor der vermeintliche Ernst des Lebens losgeht. Zu guter Letzt bin ich mit von der Partie, Mutter von vier Kindern, stresserprobt und Meisterin der Improvisation & Organisation. Oder wie sagt man so schön: Ich manage ein kleines Familienunternehmen, wobei die Hälfte der „Mitarbeiter“ bereit das Unternehmen verlassen hat, um eigene Wege zu gehen.

 

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Eins haben wir drei verbliebenen Familienmitglieder gemein: Wir sind für jedes neue Abenteuer zu begeistern! Abenteuer wie unsere „Expedition“, von welcher ich Euch berichten werde. Ganze 5500 km geht es für uns vom Erzgebirge bis nach Mallorca und wieder zurück. Langfristige Vorbereitungen und Planungen sind dabei eigentlich so gar nicht meins. Ein bisschen Vorbereitung muss dann aber doch sein:

  1. Unser Bobbycar, wie wir unseren Chevrolet Spark liebevoll nennen, gegen ein abenteuerfähiges Fahrzeug tauschen, einen JEEP Renegrade.
  2. JimDrive beitreten – sicher ist sicher!
  3. Unsere Campingausrüstung um einen Campingkocher 3 in 1 erweitern, eine Campingleuchte besorgen und eine Army-Zeltplane als Sonnenschutz anschaffen.
  4. Mein etwas eingestaubtes Know-how in Bezug auf Kommunikation in der jeweiligen Landessprache auffrischen.
  5. Mich grob über Spritpreise, Camping und Gamping (Camping in privaten Gärten) informieren.
  6. Alle anfallenden Mautgebühren checken.

 

Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass das mit der Sprache besonders in Frankreich so einige Türen öffnet, die ansonsten verschlossen blieben. Auch das Checken der Mautgebühren ist sinnvoll, denn so wurde uns schon vor Beginn der Reise klar, dass wir um mautpflichtige Verkehrsstraßen einen großen Bogen machen werden.  Denn kaufen wollen wir die französische Autobahn nun wirklich nicht. 😉  Außerdem liegt es uns am Herzen, gemütlich durch die Pampa zu gondeln und so Land und Leute wirklich kennenzulernen. Darum geht’s für uns auf diesem Roadtrip. Rallye fahren sollen andere, für uns ist der Weg das Ziel.

 

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Und nun – Let start it – das Abenteuer ERZ IB 2016 – es sind nur noch wenige Tage. Rucksäcke packen, Auto bestücken und nach Möglichkeit zumindest Ausweise und
Fährticket nicht vergessen! Mit Spannung verfolge ich die Fußball EM, denn auch die wird sicher nennenswert unsere Route beeinflussen. Wir und Ihr werden es sehen. Auf jeden Fall sind wir gespannt, wie viele Zwischenfälle es geben wird und welche Umplanungen erforderlich werden. Ich halte es für Euch fest – in Bild und Text. Bleibt neugierig! Bald wird es das erste Statement geben – on the road – quasi. Denn dann sind wir hoffentlich in Santander angekommen, mit interessanten Storys und bereits einer Menge Fotos im Gepäck.

Bis dahin – eine schöne (Ferien)-Zeit – Eure Yvonne

9 Hacks für das echte Roadtrip-Feeling

Abenteuerlust, Spontanität und Freiheit – Das sind die Zutaten für einen gelungenen Road Trip. Was diesen ausmacht, ist die Freiheit und Ungebundenheit. Einfach einsteigen, losfahren und loslassen. Ganz schnell kann es aber passieren, dass Du Deine Reise tot planst und der Spaß an der Sache sprichwörtlich auf der Strecke bleibt. Sei also mutig, lass Spontanität zu und lass Dich treiben! So wird der Road Trip zum echten Erlebnis:

 

 

1. Informiere Dich über Dein Reiseland!

Wenn wir Dir raten, spontan zu sein, bedeutet das nicht, dass du vollkommen planlos starten sollst. Mach Dich zum Beispiel schlau über die Straßenverkehrsordnung im Land, sonst kannst Du schnell in die Bredouille geraten: Wer hat denn jetzt Vorfahrt? Wie schnell darf ich hier eigentlich fahren? Und darf ich hier parken? Du merkst schon, ein bisschen Planung ist durchaus sinnvoll, vor allem auch deshalb, weil es in einigen Ländern durchaus Städte und Gegenden gibt, die unsicher sein könnten und deshalb eventuell gemieden werden sollten.

 

2. Benutze ein Navi oder besorge Dir eine Karte!

Falls Du während Deines Road Trip mobiles Internet zur Verfügung hast, kann Du als Übersichtskarte auch einfach Google Maps nutzen – ansonsten solltest Du Dir eine gute Übersichtskarte für das Reiseland Deines Road Trips zulegen. So kannst Du unterwegs ganz spontan die Tagesroute festlegen oder Ausweichrouten bei Strassensperrungen etc. anpeilen.

Alternativ geht das natürlich auch mit einem guten Navigationssystem oder einer Navigationsapp fürs Mobiltelefon – allerdings solltest Du Deine Routen selber festlegen und Dich nicht vom Navigationssystem führen lassen.

 

3. Unterkunft im Voraus buchen? Nur wenn es gar nicht anders geht!

Was Deinen Roadtrip ausmacht, ist Spontanität und die Reise ins Ungewisse. Wenn Du nun aber schon im Voraus Unterkünfte buchst, bedeutet das in erster Linie Stress. Stress, um pünktlich zum Check-In anzukommen oder rechtzeitig auszuchecken. Sei für mehr Abenteuer lieber spontan, such Dir Dein Schlafplatz vor Ort und komme so in Kontakt mit Einheimischen. Dann wird Deine Reise nicht von Hotelbuchungen bestimmt und Du kannst locker einmal ein paar Tage länger als gedacht am selben Ort verbringen.

 

4. Brauchst Du das alles wirklich?

Viel Gepäck kann auf Dauer ziemlich nerven. Nicht nur musst Du schwer schleppen, auch die Suche nach dem passenden T-Shirt kann in der riesigen Tasche die letzten Nerven rauben. Übe Dich deshalb lieber in Pragmatismus und nimm wirklich nur das Nötigste mit. Unterwegs kannst Du jederzeit auf Reisewaschpaste zurückgreifen oder in einem Waschsalon haltmachen – echtes Lebensgefühl vor Ort inklusive!

 

5. Fahr Deine eigenen Wege!

Autobahnen und Highways sind praktisch, wenn Du möglichst schnell von A nach B kommen willst. Aber geht es Dir darum auf Deiner Reise? Fährst Du ein Rennen? Nein? Dann runter von den großen Straßen und hinein ins echte Leben!

 

6. Lieber 1000 Sterne am Himmel, als 5 an der Hoteltür!

Klar kannst Du Dich im Luxushotel einbuchen, aber wo liegt da der Reiz? Du bist mit dem Auto unterwegs und wir finden, Du solltest auch bei der Unterkunft konsequent bleiben. Kleine Hotels oder Campingplätze bieten die beste Gelegenheit, „Land & Leute“ besonders nah und intensiv zu erleben.

 

7. Kommt Zeit, kommt Rat – just go with the flow!

Klar kannst Du Dir, bevor es losgeht, überlegen, welche Länder oder Regionen Du unbedingt sehen willst. Eine vollständige Streckenroute zu planen, davon raten wir allerdings ab. Die Gefahr in Zeitdruck zu geraten ist viel zu hoch. Außerdem, wir können es nur wiederholen: SPONTANITÄT!

 

8. Locals statt Internet!

Klar, im Internet findest Du so ziemlich alles. Wo es etwas Spannendes zu sehen gibt oder wo sich gut essen lässt, zum Beispiel. Aber 1. Jeder kann alles ins Internet schreiben, Du hast keine Ahnung, von wem der Tipp kommt und ob er wirklich gut ist. 2. Am besten kennen immer noch die Bewohner ihren eigenen Ort. Also worauf wartest Du? Sprich sie an und knüpfe Freundschaften!

 

9. Nimm Deine mobile Mini-Küche mit!

Ok, Küche ist jetzt vielleicht etwas übertrieben. Kühlbox und Gaskocher machen Dich aber unglaublich unabhängig, also sollten diese Utensilien auf keinen Fall fehlen. So hast Du immer ein kühles Getränk zur Hand und schonst außerdem Deinen Geldbeutel.