Motorsport Made in Germany: 6 Autobauer auf der Überholspur

Deutsche Autobauer und der Motorsport, das gehört zusammen wie Ebbe und Flut. Welche Premiummarken wo, warum und vor allem mit welchem Erfolg an den Start gehen, zeigt unsere Übersicht.
 

 

VW

Nicht nur dass sich Volkswagen seit 2007 im Rahmen der DTM wieder der Nachwuchsförderung widmet, seit der Konzern 2013 in den Rallye-Sport eingestiegen ist, ist die Rallye-Weltmeisterschaft das Steckenpferd der Autohersteller. Mit dem 315 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo im Polo WRC konnte VW so gut wie alle Rennen für sich entscheiden, nur vier wurden verloren. Zudem hat VW für die deutsche und internationale TCR-Serie ausgehend vom Golf MK7 einen Tourenwagen mit 2,0- Liter-R4-Motor und 330 PS entworfen.
 

Audi

Der Autobauer aus Ingolstadt mischt gleich auf mehreren Feldern mit: In der Sportwagen-WM geht Audi mit einem neuen R18-Prototypen in der höchsten Klasse LMP1 an den Start, in der DTM soll mit dem 460 PS starken Audi RS5 DTM zum zehnten Mal seit Einstieg 1990 die Fahrermeisterschaft geholt werden und in der Formel E kooperiert Audi mit den ABT-Teams. Außerdem kann sich der Hersteller auf seine festen Größen verlassen, das GT3-Projekt mit dem Audi R8 LMS im GT Masters und den Audi TT Cup im Rahmen der DTM.

 

Mercedes

Mit dem mehr als 900 PS starken Mercedes W07 Hybrid ist die Formel 1 das Steckenpferd der schwäbischen Autobauer. Ansonsten möchte Mercedes auch 2016 mit dem neuen AMG C63 DTM Erfolge einfahren. In der Formel 3 EM fahren seit 2013 alle Meister mit einem Mercedes-Motor und beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring geht Mercedes mit dem AMG GT3, einem 6,3-Liter-V8-Motor und 500 PS an den Start.

 

BMW

Beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring kommt neben dem M235i auch der neue M6 GT3 mit 4,4-Liter-V8-Motor zum Einsatz. Ansonsten möchte BMW mit dem M4 DTM die Erfolgsgeschichte in der DTM weiter schreiben, hier hat BMW 1984 mit Volker Strycek den ersten Meister aller Zeiten hervorgebracht.

Opel

Seitdem sich Opel 2004 aus der DTM zurückgezogen hat, ist das Tourenwagen-Projekt für die internationale und deutsche TCR-Serie das größte Programm im Bereich Motorsport. Außerdem trägt Opel in der VLN Langstreckenmeisterschaft (Opel Astra OPC) und innerhalb der DRM (Adam R2) eigene Cups aus.

 

Porsche

Mit dem 385 PS starken Cayman GT4 gibt es 2016 zum ersten mal einen Markenpokal in der VLN. Darüber hinaus trägt Porsche mit dem 911 GT3 Cup den Supercup in der Formel 1 aus und geht in den GT-Le-Mans-Klassen mit dem 911 RSR (4-Liter-V6-Boxer / 470 PS) an den Start. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans möchte der Autobauer mit dem 919 Hybrid (2,0-Liter-V4-Motor / 1000 PS) erneut gewinnen.
 

1. Juni 2016