Boneville Salzsee – schneller geht immer!

Der Fahrtwind pfeift Dir um die Ohren und unter den Reifen knirscht das Salz. Wohin Du auch siehst, nur heller Boden und der himmelblaue Horizont. Dein Herz schlägt höher? Dann bist Du unter den Geschwindigkeitsfreaks der Speed Week genau richtig aufgehoben! Auf der Bonneville-Piste in der Wüste von Utah kämpfen jedes Jahr die Fahrer und Besitzer der verrücktesten und schnellsten Gefährte um neue Rekorde.
 

 

Die erste Bonneville Speed Week fand 1949 auf die Initiative der SCTA hin statt. Sie organisiert seither die Veranstaltung, für die es keine feste Einrichtungen auf dem Salz gibt: Keine Boxen, keine Imbissbuden für die Zuschauer, selbst der Zeitnehmer-Turm und die Toiletten werden zu dem Ort transportiert.

Voraussetzung für Fahrten auf den Salt Flats ist, dass jene trocken liegen − dies ist gewöhnlich an drei Monaten im Jahr der Fall. Um über die kurze Strecke eines „short course“ zu verfügen, benötigen die Veranstalter wenigstens ein Stück von sechseinhalb Kilometern trockenen Salzes. Im Idealfall wird eine mehr als elf km lange Strecke genutzt. 2014 fiel die Speed Week wegen Überflutung des Salzsees aus, auch 2015 erfolgte eine Absage wegen zu vieler sumpfiger Stellen. Zum Erzielen eines Rekords sind zwei Läufe in entgegengesetzter Richtung vorgeschrieben, die Zeiten werden von der Southern California Timing Association (SCTA) gestoppt. Übertrifft man in einem Qualifikationslauf den bestehenden Rekord, wird das Fahrzeug verwahrt und darf am nächsten Morgen zu einem Rekordversuch antreten. Im Jahr 2006 hatten sich fast 500 Teilnehmer angemeldet, mehr als 150 Rekorde wurden gebrochen.

Bereits 1896 fanden Fahrradrennen auf den Bonneville Salt Flats statt. Bei der ersten Motorrallye 1914 beschleunigte der Rennfahrer Teddy Tetzlaff seinen Blitzen-Benz auf 228 km/h. 1935 stellt Sir Malcom Campell mit 484 km/h in seinem Blue Bird einen Kolbenmotor-Rekord auf. 1970 fuhr Gary Gabelich mit seinem Raketenauto Blue Flame mit über 1000 km/h über das Salz.
 

Ein von Ecurie (@ecurie.co.uk) gepostetes Foto am

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30. Mai 2016