Google vs. Knight Rider

„Ein Auto, ein Computer, ein Mann! Knight Rider! Ein Mann und sein Auto kämpfen gegen das Unrecht!“ Diese Worte aus dem Intro der 80er-Jahre Serie Knight Rider sind bis heute Kult! David Hasselhoff war der absolute Mädchenschwarm und jeder Junge in meiner Klasse wollte so cool sein wie der Knight Rider. Denn was uns diese TV-Serie verkauft hat, ist bis heute ein Traum. Der Traum vom sprechenden Auto K.I.T.T., das vielmehr Freund, als Maschine ist.

 

 

39 Jahre nach der Erstausstrahlung von Knight Rider soll diese Vision vom selbstfahrenden Auto Realität werden: Bereits 2025 will Google mit der Serienanfertigung seines ganz eigenen K.I.T.T. den Traum wahr werden lassen und unser Verständnis vom Autofahren damit grundlegend verändern. Für immer!

Tatatataaaaaa: Das Google-Car!

 

Ernüchtert? Jap, das waren wir auch, als wir dieses Spielzeugauto in Rosa zum ersten Mal sahen. Ist das Googles Ernst? Wo ist die windschnittige Form, die schwarze Lackierung und die sexy Beleuchtung? Baby Born statt Knight Rider. Futuristisches Supercar geht anders. Aber dennoch, dass die Vision aus Knight Rider jetzt tatsächlich realisiert wird, ist an sich schon eine Sensation. Der Selbstanspruch Googles liegt dabei selbstverständlich an ganz anderer Stelle. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes werden werden die meisten Unfälle hinter dem Steuer durch menschliches Versagen ausgelöst. Google ist überzeugt, dass ein Computer das besser kann. Weniger Mensch = weniger Ablenkung = weniger Unfälle. Das scheint hier die Gleichung zu sein. So kann der Fahrer/die Fahrerin getrost Selfies schießen, messages verschicken und munter vor sich hin twittern. Googles Baby-Car hat die Lage im Griff und den Verkehr im Blick!

Noch steht Google im Bereich autonomes Fahren ganz am Anfang. Vielleicht müssen wir noch ein paar Jährchen mehr warten, bis wir, ausgestattet mit Dauerwelle und Lederjacke, den Knight Rider machen können.

8. März 2016