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Diese Strategie macht Tesla langfristig erfolgreich


Die Autoindustrie ist eine Domäne der Etablierten. Aber was ist, wenn jemand die Domäne in Gefahr bringt? Was passiert, wenn ein vor wenigen Jahren als „Schnapsidee“ verschrieenes Produkt heute 32 Milliarden Dollar wert ist? Tesla Motors ist vom Konzept zur Realität geworden. Und das treibt einigen Unternehmen Sorgenfalten ins Gesicht.

Global Model S fleet has just passed 1 billion kilometers driven! More than 100 million liters of gasoline saved. #cars #tesla

Ein von Tesla Motors (@teslamotors) gepostetes Foto am 18. Dez 2014 um 13:32 Uhr

 

Wie so viele Erfolgsgeschichten im Internetzeitalter beginnt die von Tesla im Silicon Valley in Kalifornien. Das Eldorado der IT-Szene greift nun auch in der Autoindustrie an. In gewohnter Manier will man aber nicht nur dazugehören – man will den gesamten Markt revolutionieren! Dabei ist die Idee von Tesla Motors und deren CEO Elon Musk simpel: Ein Elektroauto, welches sich jeder leisten kann. Bei einem Einstiegspreis von über 60.000 € für ein Model S, ist der Tesla bisher jedoch in der gehoberenen Preisklasse anzusiedeln. Aufgrund der hohen Produktionskosten schreibt das Unternehmen bisher tief rote Zahlen und überlebt genau genommen nur durch massive staatliche Subventionen. Böse Zungen behaupten sogar, die US-Regierung finanziere Elon Musks unrealistischen Traum einer kraftstofffreien Fortbewegung komplett.

Entscheidend jedoch ist Teslas meilenweiter Vorsprung vor der Konkurrenz. Während andere Automobilhersteller erst durch Tesla darauf aufmerksam wurden, dass die Elektromobilität eines der wichtigsten Felder der zukünftigen Automobilindustrie ist, forscht Musk hier schon seit Jahren. So kann Tesla ein vollwertiges Elektroauto anbieten, während die Konkurrenz noch an der Tauglichkeit ihrer Autos arbeitet. Dieser Vorsprung sichert Tesla den Status als Vorreiter in der Elektromobilität. Durch Abgasskandale und den immer größer werdenden Ruf nach erneuerbare Energien passt Tesla dabei ganz wunderbar ins neue umweltbewusste Denken. Die Konkurrenten hingegen ist jetzt erst aufgewacht und investiert nun immens in die Elektromobilität. Davon zeugt auch Teslas Partnerschaft mit Daimler und Toyota.

Elon Musk selbst gilt als „Badass“ unter den Firmenchefs. Sein Führungsstil ist gewöhnungsbedürftig, der Grundgedanke hinter Tesla jedoch perfekt durchdacht:

Elon Musk
The world does not need another car company, but they need electric vehicles!

 

Trotz der schweren finanziellen Situation und wachsender Unzufriedenheit seitens der Anteilseigner verschob Musk zum Beispiel den geplanten Launch des Model X kurz vor dem angedachten Termin. Die Begründung: Das Auto hätte nicht genug Überraschungspotenzial. Andere Autobauer vertrauen jahrelang auf eine Designreihe, bei der sich im besten Fall die Scheinwerfer oder Rückleuchten verändern. Für Tesla hingegen ist dies nicht genug.

Die Zukunft von Tesla ist weiter unsicher. Die Finanzierung des Konzerns wird auf absehbare Zeit von staatlichen Subventionen abhängen. Schafft man es nicht mit dem Model 3 eine kostengünstige Alternative zu dem bisher existierenden Modellen S und X zu finden, werden auch weiterhin nur gut betuchte Käufer erreicht. Ein Elektrosportwagen der in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt ist reizvoll, der Preis aber muss realistisch sein. Besonders in Deutschland gibt es noch große Defizite, denn bisher verfügen nur sehr wenig Tankstellen über das hauseigene Aufladesystem welches für den Tesla benötigt wird. Darüber hinaus gibt es bei uns deutlich weniger Subventionen durch den Staat, welche Rabatte garantieren würden.

 

The largest Supercharger Station in the EU is now open in Køge, Denmark. 12 Superchargers and the first with a solar canopy. #cars #tesla

Ein von Tesla Motors (@teslamotors) gepostetes Foto am 4. Feb 2015 um 10:05 Uhr

8. März 2016
Matthias

Matthias

ist Kind der 90er und Autoenthusiast mit Hang zum Kontrast. So fühlt er sich nicht nur in Osttirols entschleunigter Bergwelt zu Hause, sondern auch in der rasanten Autowelt, weswegen Matthias sehr glücklich ist, jetzt für das JimDrive Magazin über automobile Evolution und Digitalisierung zu schreiben.

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