6 verlassene Orte, die alle Abenteuerlustigen staunen lassen!

Mallorca, Rom und Teneriffa – schöne Urlaubsorte, aber eben auch sehr beliebt und ein bisschen gewöhnlich. Wer den etwas andren Kick sucht und gern auf den Spuren der Vergangenheit wandelt, der ist hier genau richtig! Wir haben für Dich sechs Orte gefunden, die wie Relikte aus der Vergangenheit nur darauf warten, Dir ihre Geschichte zu erzählen.

 

1. Die Verlassenen Dome Houses in Southwest Florida, USA

Seit vielen Jahren geben diese bizarren Gebäude auf der Südspitze von Marco Island in Cape Romano , Florida, Rätsel auf. Einige Einheimische und Entdecker dachten, die kugelförmigen Behausungen wären von einem geheimen Kult erbaut, während andere Gerüchte so weit gingen zu behaupten, Außerirdische hätten die Dome Houses geschaffen. Heute werden die Kuppeln vom Meer geltend gemacht, so lange, bis sie ganz in den Tiefen des Ozeans verschwinden. Das Geheimnis um die Kugelhäuser jedoch ist gelüftet: Die Cape Romano Häuser dienten als Feriendomizil und wurden im Jahr 1980 vom pensionierten Ölproduzenten Bob Lee gebaut, welcher versuchte, seine freie Zeit mit ehrgeizigen DIY-Projekten zu füllen. Dabei war er seiner Zeit mit den selbstragenden und solarbetriebenen Dome Houses weit voraus.

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2. Cristo Degli Abissi in Ligurien, Italien

Der “Christus der Abgründe” ist eine Bronzestatue, welche 1954 auf dem Meeresgrund in 15 Metern Tiefe in der Bucht von San Fruttuoso, Ligurien aufgestellt wurde. Die Idee der Statue geht auf Duilio Marcante zurück, der das Projekt in Gedenken an den bei einem Tauchunfall 1950 umgekommenen Dario Gonzatti auf die Beine stellte. Die Statue ist circa 2,5 Meter hoch und wurde von dem Bildhauer Guido Galletti gestaltet. Die Hände des Jesus sind im Zeichen des Friedens gegen die Meeresoberfläche gerichtet. Für die Bronze wurden verschiedene Medaillen, Schiffselemente (Antriebsschrauben von U-Booten der US Navy) und Kirchenglocken eingeschmolzen.

 

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3. Hotel del Salto in Bogotá, Kolumbien

Besuchst du die spektakulären Tequendama-Wasserfälle in der Nähe der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá, wird Dir das alte Gebäude, das majestätisch über einem Hang thront, sofort auffallen. Erbaut wurde es 1923 als spektakuläres Luxushotel vom Architekten Calos Arturo Tapias. Riesige verglaste Fensterfronten, luxuriöse Zimmer mit Balkon, fast jeder davon mit Blick auf die in die Tiefe rauschenden Kaskaden – 60 Jahre lang geht hier die Elite des Landes ein und aus, bis es in den frühen 1990er-Jahren scheinbar von einem Tag auf den anderen schließt. Während viele Zeitungen behaupteten, das Hotel hätte geschlossen, weil es darin spuken würde, liegt die Wahrheit an anderer Stelle begraben. Abfälle und Fäkalien der etwa acht Millionen Einwohner im Großraum Bogotá und der dort ansässigen Industrie werden bis heute ungefiltert in den Fluss geleitet. Die Folge: Ein fürchterlicher Gestank, vor welchem Tourismusexperten bis heute warnen. 20 Jahre eroberte sich die Natur das Gebäude zurück, bevor es 2011 in das Museum für Biodiversität und Kultur umgewandelt wurde.

 

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4. Die Insel Hashima in Japan

Hashima (jap. 端島, dt. „Grenzinsel“) ist eine 3 km südwestlich von Takashima liegende japanische Insel, von welcher aus von 1887 bis 1974 unterseeischer Kohleabbau betrieben wurde. Die Blütezeit des Bergbaus auf der Insel begann um 1916 und zeitweise lebten bis zu 5259 Arbeiter und Familienangehörige auf Hashima. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Belegschaft gegen chinesische und koreanische Zwangsarbeiter ausgetauscht. Die unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen forderten nach Schätzungen 1300 Tote. 1959 wurde mit 83476 Einwohnern pro km² eine der höchsten jemals aufgezeichneten Bevölkerungsdichten der Welt festgestellt. Im Laufe der Energiereformen wurde die Stilllegung der Werke am 15. Januar 1974 beschlossen. Bis auf ein Demontagekommando waren alle Bewohner auf der Stelle arbeitslos und hatten dementsprechend große Eile, die Insel zu verlassen. Heute sind die Wohn- und Werksgebäude der Verwitterung und dem Verfall preisgegeben. Sie hinterlassen den Eindruck eines hektisch evakuierten Sperrgebietes, eines ehemaligen Kriegsschauplatzes oder sonstigen Horrorszenarios. Für viele Japaner gilt sie als Mahnmal der rücksichtslosen Industrialisierung und Ausbeutung von Mensch und Natur – auch im Hinblick auf die unrühmliche Funktion als zeitweiliges Arbeitslager.

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5. Craco in Matera, Italien

Craco ist eine Gemeinde in der Provinz Matera in der italienischen Region Basilikata. Das Dorf ist im Mittelalter entstanden, obwohl die ersten Siedlungen bis ins 8. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen. Der Hügel, auf dem sich der Ort befand, wurde im Jahre 1991 durch Erdrutsche zerstört und riss zahllose Häuser mit sich ins Tal. Craco wird nun in der Nähe von „Craco Peschiera“ wieder aufgebaut. Der Name stammt ab von Cracen, das Brachland. Im Jahre 2010 hat der World Monuments Fund Craco in seine Liste der gefährdeten Kulturdenkmäler aufgenommen. Außerdem wurden zahllose Filme in dem kleinen Örtchen gedreht, darunter auch der kontroverse Film „Die Passion Christi“ von Mel Gibson.

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6. Shi Cheng in Zhejiang, China

Am Fuße des Berges Wu Shi in der Provinz Zhejiang in China liegt die sogenannte Löwenstadt.  Sie wurde im Jahre 208 zur Zeit der Östlichen Han-Dynastie (25 – 200 v. Chr.) gegründet. Ganz in der Nähe befindet sich der Stausee Qiandao, welcher 1959 geflutet wurde und die antike Stadt so in einer Tiefe von 26 bis 40 Metern verschwinden lies. Dennoch ist Shi Scheng sehr gut erhalten, was die Unterwasserstadt zum perfekten Urlaubsziel für Taucher macht. Unter anderem stehen noch viele Wohnhäuser, drei Stadttore und zum großen Teil die Stadtmauer.

 

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16. März 2016