JimDrive Abenteuer Roadtrip Teil 3

Grasbewachsene Klippen und honiggelber Sand, schmale Gässchen und winzige Häuschen, die mit bunten Blumen geschmückt sind, malerische Landschaften, idyllische Kleinstädte und der echte Großstadtdschungel – Unsere Tour durch Zentralspanien mit einem einzigartigen Mix aus Musik, Poesie, Malerei und Architektur.

 

Nach exakt 2010 km Fahrt haben wir es endlich geschafft: Wir sind pünktlich und voller Stolz in Santander angekommen! Unseren Freunde erwarteten uns bereits zum Mittagessen im deutschen Stil mit Bratwürstchen und Pommes. Die perfekte Ausgangslage, um uns für die geplante Entdeckertour zu stärken. Im letzten Teil berichtete ich von unserem ersten ernüchternden Eindruck von Santander, der Hauptstadt der zu Spanien gehörenden Autonomen Gemeinschaft Kantabrien im Norden der iberischen Halbinsel. Doch Kinder, ich kann auch sagen, wir lagen so falsch!

Unser erster Ausflug ging mit dem Auto raus aus der Stadt und ich war sehr froh, diesmal als Beifahrer dabei sein zu können. Nach kaum 5 km kamen wir an die überwältigende Küstenlandschaft der Península de La Magdalena. Grasbewachsene Klippen und honiggelber Sand, soweit das Auge reicht! Geschichtsliebhaber kommen hier sicher auch auf ihre Kosten. Unweit des alten Leuchtturmes befindet sich ein weitläufiges Freiluftmuseum, in dem die Nachbildung von Kolumbus Flotte, unter anderem auch die des Flaggschiffs „Santa Maria“ zu finden ist. In meiner Vorstellung wirkten die Schiffe mächtig und beeindruckend, doch wenn sie so vor mir stehen… Damit haben sie wirklich die Weltmeere erobert?
Auf Schritt und Tritt sieht man hier Zeugnisse der Franco Diktatur. Er wusste sich definitiv in Szene zu setzen! So wanderten wir mit neugierigen Blicken durch die Gegend, und ehe wir uns versahen, ging der erste Tag dem Ende zu.

 

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Am zweiten Tag in Santander führte unser Ausflug zunächst nach Santillana del Mar. Mit der Kapelle, den schmalen Gässchen und winzigen Häuschen, die mit bunten Blumen geschmückt waren, wirkt das Städtchen einfach zauberhaft.
Unweit des Ortskerns finden wir die wohl bekannteste Höhle Spaniens, Altamira. Sogar Hollywood entdeckte diese Höhle für sich und setzte sie in einem Film mit Antonio Banderas in Szene.
Am Nachmittag ging es weiter nach Comillas, wo sich Musik, Poesie, Malerei und Architektur einzigartig vermischen. Hispanische und arabische Einflüsse, die hier an jeder Ecke zu sehen sind, verleihen dem Ort seinen ganz besonderen Charme. Noch ein kurzer Besuch am Strand von Comillas und der Tag war perfekt! Voller wundervoller Eindrücke ging es dann wieder nach Santander.

Der dritte Tag stand ganz unter dem Motto der Erholung. Zeit für ein Zwischenfazit:
Kantabrien ist eine sehr interessante Region, die einen Besuch allemal wert ist!

 

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Nach dem Abendessen und einer kurzen Siesta starteten wir um 23:30 Uhr wieder vollbepackt Richtung Valencia zur Fähre. Unser Weg durch Zentralspanien führte auf unendlich scheinenden, kerzengeraden Landstraßen durch die terrafarbenen, ausgetrockneten Weiten. Eine malerische Gegend, die mich stark an den Grand Canyen erinnert. Mitten in dieser Einöde, in der Nähe von Soria, stießen wir auf eine einsame Burg in Almenar, in die sich wohl schon lange niemand verirrt hat. Und tatsächlich schien in dem gesamten Örtchen die Zeit wie still zu stehen. Das Verlangen nach Koffein trieb uns weiter in den Ortskern und auf der Suche nach einer typisch spanischen Cafebar entdeckten wir ein Hostel. Hier hatte sich nahezu das gesamte Dorf zum Frühstück versammelt. Mit Touristen hat man im Hostel anscheinend nicht gerechnet, denn alle waren verblüfft, als wir, die Extrañeros (Ausländer), uns unter die Einheimischen mischten. Die erste Scheu verschwand, die Menschen tauten auf und wir fühlten uns herzlich willkommen.

Nach der kurzen Pause machten wir uns wieder auf den Weg zur Fähre und mitten in den Großstadtdschungel. Zum Glück lotste mich mein Navi durch das Verkehrschaos und die fünfspurigen Kreisverkehre in Valencia. Wir hatten bis zur Abfahrt der Fähre zwar noch fast vier Stunden Zeit, doch einen kurzen Ausflug in die Stadt wollten wir unter den Umständen dann doch nicht wagen. Am Hafen kann man sich die Zeit auch gut vertreiben!
Pünktlich und ganz ohne Hetzerei gingen wir an Bord und schnellten zu unseren Plätzen. Nach 20 Stunden auf Spaniens Straßen waren wir sehr froh, endlich in die Sessel sinken und die Augen schließen zu können. In einigen Stunden würden wir Mallorca erreichen und unser Abenteuer könnte weitergehen. Dann gibt es wieder Interessantes zu berichten. Seid gespannt!

 

Bis dahin – eine schöne Zeit – Eure Yvonne

 

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14. Juli 2016